5 Projekte, auf die ich 2025 als Psychologin & Unternehmerin besonders stolz bin

Ich habe 2025 ganz bewusst meinen Grundlagen gewidmet und bin davon ausgegangen, dass in diesem Jahr nicht viel passieren wird. Keine Veranstaltungen, kein Launch, keine Produkte und keine typischen Online Business Schnellschüsse. Wie das so ist, wenn man sich etwas vornimmt, kommt es dann doch anders.

Nichtsdestotrotz war mein vorwiegendes Gefühl für letztes Jahr, dass ich in meiner Selbstständigkeit angekommen bin. Ich habe Klarheit über all die Dinge, an denen ich die letzten Jahre immer wieder geknabbert habe: Was ist mein Thema? Wer ist meine Zielgruppe und wie positioniere ich mich am Markt und wie will ich neue Menschen erreichen?

Ich kann auf das Jahr zurückblicken und könnte tolle Zahlen nennen, was die klassischen KPIs angeht, und die feiere ich auch sehr, doch am besten ist das Gefühl, dass ich bei mir bin und mir keinen Bären mehr aufbinden lasse, von vermeintlichen Online Business Expert*innen oder dem nächsten (KI-)Trend, der durchs Dorf getrieben wird.

Aus all den Dingen, die 2025 passiert sind, habe ich meine 5 bedeutendsten Projekte ausgewählt. Projekte, die mich stolz machen – nicht, weil sie perfekt sind, sondern weil sie mich verändert haben.

Ich habe Dinge gebaut, gestrichen, umgestaltet, gepinselt, gesägt, gebastelt. Und plötzlich war da wieder dieses Gefühl von: Ach ja – ich kann nicht nur denken, schreiben, coachen. Ich kann auch erschaffen. Mein Pinterest-Account MitPutzundPinsel ist entstanden.

Update: Mittlerweile sind es sogar zwei Accounts, denn ich habe das Basteln (Mit Kleber & Klinge) vom Wohnraum gestalten getrennt.

Ganz bewusst habe ich mir hier keine Ziele gesetzt, außer dass ich ein Gefühl für die Plattform Pinterest gewinnen wollte. Ich bin mehr als traurig, dass dieses Experiment nach 2 Monaten endete, da ich andere Projekte priorisieren musste. Ich freue mich schon, wenn es da wieder losgehen darf (was mittlerweile in April 2026 tatsächlich passiert ist).

Die Highlights:

  • die pinke Minecraft-Kinderbank im Schwein-Design
  • Pixel-Gehwegplatten für den Garten
  • ein Retro-Erdbeerboot als Hochbeet
  • handgefertigte Piñatas und Minecraft-Dekoration
  • meine erste offizielle DIY-Auftragsarbeit für eine Nachbarin (!)

Dieses Projekt hat mir gezeigt: Freude ist mein wichtigster Produktivitätsmotor.

Wenn ich Dinge tue, die mich begeistern, entsteht Energie, die ich später ins Business tragen kann. Wenn ich Dinge erschaffe, ob digital oder zum Anfassen, bin ich glücklich, wenn ich andere damit inspirieren kann. Pinterest wurde damit nicht nur eine Plattform, sondern ein Spiegel für meinen kreativen Kern, für Arbeit, die mir Energie gibt. Das war mit eins meiner produktivsten Zeiten in diesem Jahr.

Auf Bildern sieht man es sofort: ein Raum vorher – ein Raum nachher. Aber für mich steckt so viel mehr dahinter.

Der Praxisraum war zunächst einfach ein leerer Raum mit Laminat, weißen Wänden und viel Hall. Und dann wurde er zu einem Ort, der sich nach mir anfühlt. Mit Holzpaneelen, warmem Licht, Pflanzen, Matcha-Grün, angenehmer Akustik und Atmosphäre.

Ich habe ihn gestaltet, damit Menschen sich dort sicher fühlen. Und damit ich dort arbeiten kann, ohne mich verstellen zu müssen. Er ist ruhig, warm, klar – und gleichzeitig lebendig. Ein Raum, der meine Arbeit trägt.

Das Makeover war für mich:

  • ein sichtbarer Schritt ins lokale Arbeiten
  • ein Bekenntnis zu meiner beruflichen Identität
  • ein „Ich bin hier. Und ich bleibe.“

Und jedes Mal, wenn ich die Tür aufschließe, denke ich:
Ich habe mir meinen eigenen Raum erschaffen.

Es gibt Business-Tools – und es gibt Antonia-Tools. 2025 habe ich mir ein analoges KPI-Tracking-System gebaut, das mich durch das ganze Jahr getragen hat.

Es besteht aus großen Glasbehältern, kleinen Gläsern, bunten Kristallen und klar definierten Kategorien:

  • 10.000 Wörter
  • Blogartikel
  • LinkedIn-Posts
  • Achievements
  • große Projektfortschritte

Jeder Kristall steht für etwas, das ich geschafft habe. Egal wie klein. Egal wie unperfekt.

Was dieses System für mich bedeutet:

  • Ich sehe meinen Fortschritt. Jeden Tag.
  • Ich messe, was für mich relevant ist – nicht, was andere tracken würden.
  • Es ist neurodivergenzfreundlich. Farben, haptische Elemente, direkte Belohnung.
  • Es unterstützt mich, ohne mich zu überwältigen.

Dieses System hat mich nicht diszipliniert – es hat mir geholfen, milder mit mir zu sein.
Und das ist eigentlich das beste KPI-Ergebnis.

Update aus 2026: Leider hat sich dieses System – wie alle anderen zuvor – schnell wieder abgenutzt und meine schönen Gläser und Steine haben nur noch Staub gefangen. 😅


2025 habe ich mich endlich getraut, etwas zu machen, das schon lange in mir rumorte: eine regelmäßige Mini-Eventreihe. 45 Minuten Input. Kostenlos. Live. Regelmäßig.

Im November und Dezember fanden die ersten beiden Lunch & Learns statt – einmal mit 5, einmal mit 7 Teilnehmer*innen. Und die Themen waren genau die, die mich beschäftigen:

  • Erfolgsblindheit
  • Job Crafting Jahresrückblick

Was mich überrascht hat: Wie verbindlich, verbindend und nah diese kurzen Sessions waren. Wie schnell Menschen sich öffnen, wenn der Raum gut gestaltet ist. Wie schön es ist, Gastgeberin zu sein – nicht nur Coachin.

Die Eventreihe fühlt sich an wie der Anfang von etwas Größerem.

Update aus 2026: trotz dem Vorhaben, diese Reihe das ganze Jahr durchzuziehen, scheitere es im Sommer daran, die administrative Arbeit zu machen die neuen Termine für den Rest des Jahres einzustellen. Bei Admin-Aufgaben geht mir die Leichtigkeit verloren. Vielleicht schaffe ich ein Revival ab August 2026? 🤔


Eigentlich war es „nur“ eine Buchmesse. Für mich war es ein Meilenstein.

Ich stand dort mit den Mompreneurs, hatte meinen Buch-Prototypen dabei – Cover, Titel, Inhalte, alles noch roh, aber sichtbar. Und genau das war das Entscheidende: Ich habe mein Buch gezeigt, bevor es fertig war.

Mein Buch „Produktivität funktioniert (für mich) nicht“ hat 2025 ein Gesicht bekommen – und ich auch.
Menschen hielten den Prototypen in der Hand. Es gab ehrliches Feedback. Es gab Gespräche. Es gab Verständnis.

Und dann war da noch mein völlig improvisierter Stand auf der Hunde- und Pferdemesse in Aurich, bei der ich spontan eingesprungen bin. Nicht perfekt. Nicht geplant. Aber: Ich war da. Und es hat funktioniert.

2025 war das Jahr, in dem ich innerlich akzeptiert habe:
Ich bin Autorin.

Update aus Juli 2026: ich bin bei der ersten Überarbeitung des Entwurfs bei Kapitel 6 von 8 und auch wenn langsam voran geht, es geht voran. Die Übergabe ans erste Lektorat ist fast in Sicht.


Ich bin zwei Monate lang regelmäßig joggen gegangen.

Langsam, achtsam, ohne Übertreiben. Zum ersten Mal in meinem Leben fühlte sich Laufen nicht an wie eine Strafe, sondern wie Selbstfürsorge.

Ich habe meine ersten eigenen Visitenkarten in Auftrag gegeben und verteilt.

Ein kleines Stück Identität auf Karton – und ein großer Schritt in einen professionelleren Auftritt.

Ich habe meinen Blog neu aufgesetzt.

„Deine Ideen. Deine Regeln.“ hat ein digitales Zuhause bekommen, das wirklich zu mir passt.

Wenn ich auf dieses Jahr zurück schaue, dann sehe ich nicht „Erfolg“ im klassischen Sinne. Ich sehe Wachstum durch Machen, weil ich weniger nachdenken musste beim Entscheiden. Ich sehe Freude als Kompass. Weil ich immer besser verstehe, was ich dafür brauche. Ich sehe Identität, die entsteht, während man sie lebt.

2025 war ein Jahr voller Experimente, Mut, Kreativität und kleiner Schritte, die sich im Rückblick wie große Meilensteine anfühlen. Ich habe gelernt:

Man muss nicht alles perfekt machen. Man muss nur anfangen und man darf alles auf dem Weg zeigen, denn auf dem Weg da liegt die Inspiration.

Und 2026? Ich bin bereit.

Ideenreiche Grüße
Antonia (@frauidee)

P.S.: Ich habe den Entwurf des Artikels erst im Juli 2026 wieder entdeckt und dachte mir, ich veröffentliche es trotz Verspätung. 😁

Illustration von ‚Frau Idee‘: Eine stilisierte Person mit Brille und gelbem Pullover steht seitlich und zeigt auf eine große leuchtende Glühbirne, in der ein abstrahiertes Gehirn dargestellt ist.
P.S.: Die Vorlage für diesen Artikel stammt aus dem VIB-Programm von Judith aka Sympatexter, welches ich nur wärmsten empfehlen kann (unbezahlt). I'm glad to be part of being a very interesting Blogger! 😁

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Nicht noch ein Produktivitätsratgeber...

 Doch! Und zwar darüber warum die übliche „Tu-Dies-lass-Jenes“-Literatur bei mir mehrfach wirkungslos verpufft ist.

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